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Transkription: Personal Trainer – 5 Punkte bei der Wahl deines Personal Trainers!

Ja hallo zusammen, mein Name ist Stefan Corsten von stefancorsten.com, und im heutigen Video spreche ich über 5 Punkte, die du dringend bei der Wahl eines Personal Trainers beachten solltest.

Was muss ein Personal Trainer können?

Ja, allgemein erst mal, so der Personal Trainer, der sprießt ja im Moment aus dem Boden. Jeder ist ja inzwischen Personal Trainer, und dazu reicht schon ein gutes Instagram-Profil. Das heißt aber noch nicht, dass der „Personal Trainer“ auch wirklich ein guter Personal Trainer ist. Ja, was meine ich mit gut? Jetzt denkt jeder, ich rede irgendwie über Qualifikation, jeder braucht mindestens diese und diese Qualifikation, er muss Spezialist sein was die Schulter angeht und so weiter, ist aber gar nicht so. Meiner Meinung nach ist viel entscheidender, ob der Personal Trainer wirklich auch mit Kunden richtig umgehen kann. Dazu gehört natürlich auch das Fachwissen, aber sind wir mal ganz ehrlich, ich habe so viele Qualifikationen über meine Jahre gemacht, und das, was ich letztendlich mit den allermeisten Leuten im Personal Training anwende, ist nur ein Bruchteil von dem, was ich eigentlich weiß. Deswegen denke ich, dass das Fachwissen zwar eine Rolle spielt und auch wichtig ist, dass das vorhanden ist, dass so mindestens eine gewisse Grundqualifikation vorhanden ist, aber das ist bei weitem nicht alles und es gibt auf jeden Fall hier noch weitaus wichtigere Punkte.

Personal Trainer: wer passt zu mir?

Kommen wir also zu Punkt Nummer 1: Der Trainer sollte der richtige Trainer für dein Ziel sein. Nicht jeder Trainer kann alle Schwerpunkte abdecken. Wenn du zum Beispiel das Ziel Abnehmen hast, dann solltest du dir keinen Trainer suchen, der irgendwo mit einer 50+ Generation zum Beispiel zusammenarbeitet und - ich sage jetzt mal übertrieben – Herzsport macht. Das heißt, du solltest ganz genau abchecken, gibt es schon Testimonials eventuell von diesem Trainer? Findest du irgendwo Erfahrungsberichte von Leuten, die das gleiche Ziel hatten wie du? Und ich kenne durchaus einige Trainer, die zum Beispiel die fundamentalen Grundsätze von der Gewichtsreduktion nicht kennen. Auch wenn sich das blöd anhört, aber diese Leute sind keine Experten in deinem Ziel. Und dementsprechend solltest du ganz genau vorher schauen, ist der Trainer wirklich der richtige Trainer für dich und dein Ziel.

Welche Rolle spielt die Verständigung zwischen mir und dem Personal Trainer

Punkt Nummer 2: Der Trainer sollte mit dir klares deutsch sprechen. Ja, die Trainer, die mit der meisten Fachsprache um sich werfen, das sind meistens auch die Trainer, die am wenigsten Ahnung haben. Denn das sind meistens die Leute, die versuchen irgendwo mit ihrem Wissen, dich zu beeindrucken. Gute Trainer dagegen werden versuchen, dir Dinge verständlich zu machen. Ich persönlich bin ein Fan davon, dem Klienten wissen zu lassen, warum er etwas tut. Ich finde, das gehört einfach dazu, um ihn irgendwo so ein bisschen mit in die Thematik auch reinzuholen. Schließlich ist es sein Prozess und er soll auch wissen, warum ich etwas mit ihm mache. Trotzdem sollte ich vermeiden, das Ganze in irgendwelchen Fachwörtern zu erklären. Oder wenn ich diese Fachwörter benutze, dann sollte ich ihm auch gleichzeitig die Übersetzung suchen. Das heißt, wenn du einen Trainer hast, bei dem du 50% der Sachen, die er dir erklärt, nicht verstehst, dann solltest du ganz schnell Abstand von diesem Trainer nehmen.

Personal Trainer: Geht er auf meine Bedürfnisse ein?

Punkt Nummer 3: Die Übungsauswahl sollte effektiv und nicht spektakulär sein. Ja, das ist ein ganz ganz weit verbreiteter Punkt unter uns Personal Trainern. Und das ist ehrlich gesagt auch das, was wir so auf irgendwelchen Qualifikationen, bei denen wir uns befinden, lernen. Wir lernen irgendwo, möglichst spektakuläre Übungen zu machen. Wir sollen uns irgendwie ins Training mit einbringen, wir sollen manuelle Widerstände hinzufügen, wir sollen viel mit Handtüchern machen, und dann wird auch immer wieder unterrichtet, so stellst du jemanden auf den Bosu Ball und machst mit ihm dann eine Kniebeuge, um mehr Abwechslung ins Training reinzubringen. Ja, das Problem an diesen Trainingstechniken ist jedoch, meistens bringt es den Klienten nicht weiter. Und ganz ehrlich, Kniebeugen auf irgendeinem Bosu Ball mag vielleicht in ganz bestimmten Fällen sinnvoll sein, aber für 95% der Bevölkerung ist es einfach nicht sinnvoll. Du solltest darauf achten, dass dein Trainer Übungen auswählt, weil sie effektiv sind und nicht weil sie spektakulär sind. Ich habe da schon Dinge gesehen, das kannst du dir nicht vorstellen. Ich habe Trainer in Studios gesehen, wo dann der Klient, also, es war kein fitter Klient, sondern es war ein unfitter Klient, der stand dann hinten mit seinem Fuß in einem Sling, ne, also einbeinig stand er in diesem Sling und sollte dann auf eine Box springen. Er sollte mit dem noch vorhandenen Bein auf eine Box springen. Ich konnte das Ganze kaum angucken. Ja, auch so was gibt’s, und das ist leider traurig. Achte darauf, dass dein Trainer eine effektive Übungsauswahl trifft und nicht einfach nur versucht, Dinge unterzubringen, weil sie möglichst spektakulär aussehen.

Passt der Personal Trainer mein Training an meinen Leistungsstand an?

Punkt Nummer 4: Der Trainer sollte gute Soft Skills besitzen. Ein Trainer soll dich immer da abholen, wo du bist. Und viele Trainer machen den Fehler, dass sie ihr Weltbild auf andere Menschen projizieren und denken: „Nur weil ich es schaffe, jetzt 8 Einheiten die Woche zu machen, muss das mein Klient ja auch.“ Ja, diese Trainer, die vergessen allerdings, dass dieser Mensch eine komplett andere Vorgeschichte hat, und diese 8 Einheiten, die sie im Moment - ich sage jetzt mal übertrieben 8, ich mache tatsächlich 8 im Moment - aber dass diese 8 Einheiten, die sie dort im Moment machen, etwas sind, wo sie sich über Jahre hingearbeitet haben. Dahinter stecken Gewohnheiten, die sie gebildet haben. Und ein guter Trainer weiß das zu unterscheiden, und er weiß ganz genau, dass es in deinem Fall eventuell nicht so ist. Das heiß, er holt dich immer da ab, wo du im Moment bist.

Ein weiterer Punkt: Ein guter Trainer stellt Fragen. Auch das gehört zu den Soft Skills. Ein guter Trainer wird dir nicht einfach sagen: „Du hast jetzt das und das zu tun“, sondern ein guter Trainer wird dir Fragen stellen. Und er wird dich überfragen, zur Selbsterkenntnis führen. Er wird nicht versuchen, dir sein Weltbild aufzudrängen und dir Anweisungen zu geben, sondern er wird ganz viel fragen. Auch daran erkennst du einen guten Trainer.

Ist der Personal Trainer beim Trainingsplan flexibel?

Ein weiterer Punkt der Soft Skills, und auch ein Fehler, ehrlich gesagt, den ich am Anfang meiner Karriere gemacht habe: Ich habe mir das Training aufgeschrieben, die Trainingseinheit für denjenigen entworfen, und bin dann von Übung zu Übung gegangen und habe gesagt: „Gut, das haben wir abgehakt, jetzt müssen wir zur nächsten Übung.“ Meiner Meinung nach ist es ganz ganz wichtig, dass du dich beim Training auch wohl fühlst, dass du Spaß am Training hast, denn ansonsten wirst du irgendwann nicht mehr wieder kommen. Und natürlich wollen wir da keine Zeit verpimmeln in dieser Einheit, aber ich finde, es muss auch einfach mal drin sein, irgendwo mal ein paar vernünftige Sätze zwischen den Sätzen zu wechseln. Ich kann nicht einfach nur von Übung zu Übung rushen und baue letztendlich keinerlei persönliche Beziehung auf. Und wenn mein Klient einfach mal einen schlechten Tag hatte, da kann ich ihn als Trainer auch einfach mal fragen: „Was war denn heute so los? Erzähle doch mal“, und, ja, der Trainer, der sollte irgendwo ein offenes Ohr für dich haben und er sollte nicht nur an das Training denken, sondern er sollte dich als komplette Person auch beachten.

Bringt mich der Personal Trainer an mein Ziel?

Der letzte Punkt: Der Personal Trainer sollte dich an dein Ziel bringen. Ja, LEIDER muss man sagen, ist es ein Fehler, den die meisten Trainer machen! Viele Trainer, die ich kenne, legen gar keinen Wert darauf, ob du wirklich an dein Ziel kommst. Die machen Dinge nicht messbar. Wenn du zum Beispiel Gewicht verlieren möchtest, dann muss dieser Trainer regelmäßig Daten von dir erfassen, er muss dich auf die Waage stellen, er muss verschiedene Maße von dir nehmen, und dann muss er beurteilen, bist du auf dem Weg zu deinem Ziel oder nicht. Und wenn du jetzt 3 Monate eine Vereinbarung mit diesem Trainer triffst und er dich nicht einmal fragt oder nicht einmal irgendwo ein neues Maß von dir nimmt, dann interessiert sich dieser Trainer ganz offensichtlich überhaupt nicht dafür, ob du dein Ziel letztendlich erreichst oder nicht. Er lässt dich irgendwo im Regen stehen. Und natürlich ist es DEIN Prozess, DU trägst immer die Verantwortung, aber ich als Trainer, ich sehe es als MEINE Pflicht an in dem Moment, wo ich feststelle, dass du dein Ziel gerade nicht erreichst, dich darauf anzusprechen, dafür hast du mich schließlich engagiert. Und darauf solltest du achten, dass dieser Trainer Dinge messbar macht und nicht einfach nur zu dir sagt: „Ach, du wirst immer besser.“ Ja, woran messe ich das denn, ob du besser wirst? Zum Beispiel an Kraftwerten, zum Beispiel an einer Körperveränderung, und diese Daten sollten vom Trainer erfasst werden und wenn er das nicht tut, dann ist das absolut kein geeigneter Trainer, wenn du ein konkretes Ziel hast.

Ja, das waren so die Punkte, die du bei der Personal Trainer-Wahl beachten solltest. Wenn du darüber nachdenkst, einen Personal Trainer zu engagieren, dann denke ich nach wie vor, dass ein Personal Trainer an deiner Seite eine exzellente Möglichkeit ist, um dein Ziel zu erreichen. Wenn du Personal Training machen möchtest, kannst du das gerne in Mönchengladbach bei mir machen, oder aber du suchst dir einen anderen qualifizierten Trainer aus deiner Region.

Das war’s für heute. Ich verabschiede mich. Mein Name ist Stefan Corsten von stefancorsten.com und wir sehen uns im nächsten Video. Bis dahin.