facebook_pixel

 

Transkription: On the Grind #1: Squat every day? Mein Geständnis

Ja, im heutigen Video sprechen wir mal über das Beintraining. Beintraining - unsere ungeliebte Einheit in der Woche. Brust, Bizeps, das lassen wir nicht ausfallen, aber das Beintraining, na ja, da fehlt einfach schon mal die Zeit. Zumindest war das ehrlich gesagt bei mir so, und heute kommt mein Geständnis, was das Beintraining angeht und gleichzeitig mein Commitment, was die nächsten Monate, Jahre angehen wird.

Beintraining sollte nicht vernachlässigt werden

Ja, wir wissen alle, Beintraining sollte man nicht vernachlässigen, tun wir es doch, dann sind wir ziemliche Idioten, denn dann wird unterstellt, wir kümmern uns ja nur um die Muskulatur, die man eben auch in der Disko sieht. Scheiß Disko-Pumper. Na ja. Ich glaube aber gar nicht, dass es unbedingt so dieser Aspekt nur ist, sondern ich glaube, dass viel mehr auch dahintersteckt, dass, ja, Beintraining  nun mal total unangenehm einfach ist. Na ja, aber gerade darum geht es doch für die meisten von uns. Es geht nicht darum, irgendwo der Beste zu sein und sich mit irgendwelchen Leuten zu vergleichen, sondern es geht darum, jeden Tag ein Stück besser zu werden, so dass wir morgen halt an einem besseren Platz im Leben stehen als wir das heute noch getan haben. Und damit ist das Training im Prinzip genau das Gleiche wie im Leben auch. Im Leben haben wir genau die gleiche Situation vorliegen. Nur wenn ich jeden Tag meine Schritte unternehme und jeden Tag das mache, was eben nicht in meiner Comfort Zone liegt, nur dann werde ich auch im Leben weiterkommen. Und das unterscheidet eben die Leute, die sehr viel im Leben erreicht haben, das unterscheidet die Leute, die nachher 300 Kilogramm squatten von den Leuten, die letztendlich immer noch irgendwo bei ihren 70 Kilogramm rumhampeln

Meine persönliche Situation

Na ja, deswegen ganz kurz zu meiner persönlichen Situation: Also, damit du weißt, wo ich herkomme, das Ganze ist keine Ausrede, sondern ich möchte einfach nur, dass du verstehst, aus welcher Situation ich so rauskomme. Also, ich bin ja - oder ich war ja nie der Robusteste, so vom Bewegungsapparat, und dementsprechend hatte ich bis vor anderthalb Jahren auch noch starke Probleme mit meinem linken Knie, was ich im Prinzip nicht belasten konnte. So, diese Probleme waren dann irgendwann wieder weg, und jetzt hätte ich wieder schön anfangen können, Beine zu trainieren. Habe ich nicht gemacht. So ein paar Alibi-Kniebeugen zähle ich jetzt nicht wirklich dazu. Wenn ich hier von einem wirklichen, zielgerichteten Beintraining spreche, dann wäre das eine Lüge.

Meine persönliche Körperanalyse und meine Zielsetzung

Um das Ganze jetzt noch mal zu unterstreichen, habe ich auch von der letzten FIBO einfach mal eine InBody-Messung gemacht, hier wird eine BIA-Analyse gemacht, also es wird mit Strom gemessen. Das Ganze ist nicht akkurat, aber es ist zumindest meines Wissens nach die akkurateste BIA-Analyse, die wir zur Verfügung haben, und die sagt uns, dass ich bei einer Körpergröße von 1 Meter 80 zu diesem Zeitpunkt 87,7 Kilo wiege. So, jetzt hat ein normaler Mensch die 100% Muskelmasse, also sagen wir, der Durchschnittsmensch, der wird hier als 100% gesetzt. Der Durchschnittsmensch mit meinem Gewicht. Okay, und wenn wir uns jetzt mal die Arme anschauen: Rechter Arm hat 136% Muskelmasse. Heißt, wir sehen also, ich habe zumindest ein bisschen was getan. Schauen wir uns jetzt auch noch mal das gleiche Bein an: Dann stehe ich da gerade mal bei 108,9, und, ja, hier siehst du schon, hier stimmt was nicht, sprich Oberschenkel sind wenig stark, dementsprechend haben sie auch wenig Masse, und mit den Waden sieht das Ganze nicht anders aus, und, ja, das Ganze sind Stelzen, muss man leider so sagen. Was werde ich also machen? Ich habe beschlossen, dass ich keine Lust mehr habe auf Ausreden, weil wir finden jeden Tag irgendwelche Ausreden, irgendwelche Dinge nicht zu tun. Und diese Ausreden, die sind immer schnell da. Ich habe mir 4 mal die Woche zum Ziel gesetzt, zu beugen, und zwar schwer zu beugen. Heißt, ich werde hier nicht nur den konventionellen Squat machen, sondern ich werde gleichzeitig auch den Front Squat vor allen Dingen mit rein nehmen, um hier noch mal an meiner vorderen Kette zu arbeiten, werde ansonsten mit Boxsquats arbeiten, mit Bändern arbeiten und dir diese ganzen Variationen auch vorstellen. Ziel soll es sein, in den nächsten Monaten auf die 200 Kilogramm im Squat zu kommen. Ich weiß, dass ich da einen sehr langen Weg vor mir habe, aber das Ganze ist durchaus möglich, denn ich habe noch vor einiger Zeit zumindest im Deadlift die 200 schon bewältigt, das Ganze blende ich hier jetzt mal ein, und stehe beim Squat immer noch auf meinen 140. Die 150 waren schon mal oben, die habe ich irgendwie hochgegrindet bekommen, sieht man hier ganz schön. Na ja. Aber du siehst, ich hatte am Ende eben auch den Schritt, ich habe es irgendwie geschafft, das Ding noch hoch zu drücken, aber, na ja, wollen wir mal nicht gelten lassen. Ja, oben ist oben.

Squats für den Aufbau der Beinmuskeln

Ja, wir machen heute den Anfang mit einer Squat Session von gestern. Du siehst hier ein paar Triples von mir. Triples mit 120 in dem Fall ausgeführt, und dann noch einige Doubles mit 130 Kilogramm. Mehr war gestern, ja, einfach nicht drin. Du siehst in der letzten Wiederholung dann auch Muskelversagen. Vielen Dank an meinen Spotter Marcel. Und ja, jetzt kommt die Squat Session, und wir sehen uns danach noch mal einmal kurz wieder mit der Schlussmessage. Viel Spaß damit.

Meine Motivation

Ja, und so sieht das Ganze im Moment aus, zwar nicht schön, aber dafür dünn. Ich werde dir, wie schon gesagt, in den nächsten Videos einfach mal einen Überblick über mein Training geben, werde dir auch hoffentlich von Fortschritten berichten können. Ich denke schon, dass da noch einiges geht, allein schon aufgrund der erhöhten Frequenz. Zwar ist jetzt natürlich die Diät nicht unbedingt die Zeit, wo man die allerbesten Fortschritte macht, was die Kraftentwicklung angeht, aber ich glaube trotzdem, dass da einiges drin sein wird. Und, ja, ich lade dich herzlich ein, mir einfach mal davon zu berichten, was denn so deine Schwachstelle ist beziehungsweise wie du vorhast, an deiner Schwachstelle zu arbeiten, denn ich denke, letztlich haben wir alle eine solche Schwachstelle, ob das in der Fitness ist oder ob das im Leben allgemein ist, wir haben alle Dinge, mit denen wir schon lange unzufrieden sind, wie in dem Fall der Squat bei mir, die wir aber einfach nicht angehen, weil es uns unangenehm ist, diese Dinge anzugehen, und ich glaube, wir tun gut daran, diese Dinge aktiv anzugehen, daran zu wachsen und genau diese Limitierungen, die wir im Moment haben, zu durchbrechen.

Wo sind deine Schwachstellen?

Wenn du Fragen hast, wenn du fachliche Fragen hast, dann werde ich mein Bestes tun, dich dabei zu unterstützen. Denn letztendlich sind wir, ja, wir sind alle vereint in diesem Sport, und das ist eigentlich traurig, das ist häufig so dass, was ich im Fitnessbereich sehe, dass sehr viel so: „Ah, ich bin besser als du, ich habe jetzt die besseren Kraftwerte“, keine Ahnung. Aber letztendlich ist es scheißegal, ob du im Moment 70, ob du 150 oder ob du 200 squattest, wir sind alle irgendwo in diesem Hobby vereint, und ich denke, wir können nur davon profitieren, wenn wir uns gegenseitig unterstützen, ob das jetzt durch Motivation ist oder ob das durch fachliche Dinge sind, jeder sollte irgendwo sein Bestes, sein Zutun zu dieser Community leisten, und wenn ich dir da behilflich sein könnte oder kann, dann, ja, dann stelle mir gerne deine Fragen, und wir sehen uns dann in den nächsten Videos. Mein Name ist Stefan Corsten von stefancorsten.com. Bis dahin.