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Transcription - Disziplin lernen

Die Wichtigkeit der Disziplin für die Erreichung deiner Ziele

Ja hallo zusammen! Stefan Corsten von stefancorsten.com hier, und im heutigen Video sprechen wir über Disziplin oder auch Selbstdisziplin. Hätten wir doch nur ein bisschen mehr Disziplin! Dann würden wir unsere Scheiß-Ziele auch erreichen! Tun wir aber nicht. Wir eiern rum den ganzen Tag, und wir beneiden die Menschen, die Disziplin haben. Und überall scheint es diese Menschen zu geben, egal in welchem Bereich. Ob das jetzt im Fitnessbereich ist oder ob das im geschäftlichen oder im privaten Bereich ist, irgendwie haben diese Leute unheimlich viel Disziplin. Können wir uns doch nur so ein kleines Stück von dieser Disziplin abschneiden, wäre doch alles gut, dann würden wir auch unsere Ziele erreichen.

Wir alle haben gleich viel Disziplin!

Die gute Nachricht ist: Wir alle haben gleich viel Disziplin. Du hast so viel Disziplin wie ich, ich habe so viel Disziplin wie der Geschäftsführer von irgendeinem Weltkonzern. Das Geheimnis dieser Menschen liegt woanders. Es liegt darin, Disziplin einzusparen. Ich verrate dir gleich, wie das funktioniert, und wie auch du theoretisch alle deine Ziele im Leben genau so gut erreichen kannst, wie es diese Leute tun. Bevor wir das tun, möchte ich aber erst mal ganz kurz mit der Disziplin an sich aufklären. Was ist Disziplin? Dafür lese ich jetzt aus der Definition der Disziplin, und damit das Ganze auch ein bisschen gebildet aussieht, ziehe ich mir dafür meine Lesebrille auf.

Definition der Disziplin

Wikipedia schreibt: Selbstdisziplin oder Selbstbeherrschung bezeichnet ein stetiges und eigenkontrolliertes Verhalten, das einen Zustand aufrechterhält oder herbeiführt, indem es Anstrengungen aufwendet, die den Ablenkungen von einer Zielvorgabe entgegenwirken.

Ja, und in dieser Definition sollten wir unser besonderes Augenmerk auf den Begriff ‚Anstrengungen‘ legen. Wir müssen also eine Anstrengung walten lassen, um diesen Zustand zu erwirken oder aufrechtzuerhalten. Und in diesem Fall ist die Anstrengung unsere Willenskraft. Und die Sache ist, wir alle denken, dass Willenskraft eine Sache ist, die wir einfach nur durch unseren Willen steuern. Wenn der Wille nur groß genug ist, dann ist eben auch die Willenskraft groß genug. Und genau hier liegt der Fehler, denn unsere Willenskraft ist erschöpflich. Unsere Willenskraft ist im Prinzip wie so eine Typ 2 Muskelfaser, die auf kurze Zeit sehr gut funktioniert, sehr viel Power entfalten kann, aber so, der hintenraus dann einfach die Puste ausgeht. Und das Geheimnis der eigentlichen Disziplin oder das, was wir als Disziplin wahrnehmen, liegt darin, Willenskraft zu sparen. Ganz interessante Experimente existieren zur Willenskraft, und du wirst dich wundern, wie schon Kleinigkeiten in unserem Alltag unsere Willenskraft beeinflussen können. Beispielsweise: Forscher setzen eine Gruppe von Leuten in ein Kino und sagen diesen Leuten: „Du darfst jetzt während des kompletten Films nicht lachen.“ Danach muss diese Gruppe einen Test absolvieren, der lediglich durch die Willenskraft limitiert ist, und schneidet dabei signifikant schlechter ab, als es die Kontrollgruppe tut. Schon so etwas Kleines wie unsere Emotionen zu unterdrücken kostet uns Willenskraft.

Disziplin vs. Willenskraft

Jede bewusste Entscheidung, die wir in unserem Alltag treffen, kostet uns Willenskraft. Und diese Willenskraft ist bei uns allen gleich. Keiner von uns hat mehr Willenskraft als der andere. Und deswegen müssen wir dafür sorgen, dass dieser Muskel nicht erschöpft. Dass noch genügend Willenskraft da ist, um unsere Ziele im Leben zu erreichen. Und wie machen wir das? Das machen wir mit Angewohnheiten, denn eine Angewohnheit erfordert keine Willenskraft. Wir müssen Dinge in unserem Leben automatisieren. Im Bereich des Fitness wäre das zum Beispiel, dass wir automatisieren, erst mal 2 mal die Woche ins Studio zu gehen regelmäßig. Und jetzt fangen wir unsere ganzen guten Neujahrsvorsätze an, und wir wollen alles gleichzeitig, wir denken, wir müssen uns jetzt um 180 Grad drehen. Doch genau so funktioniert das nicht, denn das kostet uns allen Willenskraft. Jede verdammte Kleinigkeit kostet uns einen Schluck von unserer Kack-Willenskraft. Wir wollen die Willenskraft sparen, und um überhaupt an den Punkt zu kommen, ein Verhalten zu automatisieren, dauert es den Studien zufolge mindestens 66 Tage. 66 Tage konsequent eine Aktion ausgeführt, wird sie in uns automatisiert und kostet uns keine Willenskraft mehr. Das heißt, wir müssen irgendwo beginnen, wir müssen irgendwo anfangen, wir dürfen nicht alles auf einmal wollen. Wir können nicht gleichzeitig 5 mal die Woche ins Studio gehen, unsere komplette Ernährung umstellen, und alles einfach direkt perfekt machen, sondern wir müssen schrittweise vorgehen, um unsere Willenskraft zu sparen.

Das richtige Vorgehen zur Bildung von Gewohnheiten

Das heißt, wir sollten uns erst mal ein Verhalten rauspicken, und zwar am besten das Verhalten, was den meisten Unterschied macht in unserer Zielerreichung. Ein Verhalten, was wir als realistisch einschätzen, es auch umzusetzen, und dieses Verhalten von nun an konsequent umzusetzen. Das Gleiche sage ich in meinem Flexible-Dieting-Kurs. Dieser Kurs wird dir nicht helfen, wenn du es nicht umsetzt. Du wirst mit diesem Kurs nur dann erfolgreich sein, wenn du es wirklich jeden Tag machst, wenn sich diese Sache automatisiert, wenn es dich keine Willenskraft mehr kostet. Und das ist diese Disziplin. Die Disziplin ist im Prinzip nur eine Ansammlung unserer kompletten Gewohnheiten, die wir aufgebaut haben. Und erfolgreiche Menschen in diesen Bereichen haben einfach unheimlich viele Gewohnheiten aufgebaut, so dass sie gar keine Disziplin mehr benötigen. Das ist das Geheimnis der Disziplin.

Du kannst heute anfangen, eine Sache zu automatisieren. Pick dir eine Sache raus und automatisiere sie. Danach nimmst du dir die nächste Sache, automatisierst diese. Gehe aber schrittweise vor, und versuche nicht alles auf einmal. Das war’s für heute. Stefan Corsten von stefancorsten.com. Eine erfolgreiche Woche.